Auch hier knallt’s mal – Teamtage mit TheDive

Die Worcation war im vergangenen Herbst ein sehr wirkungsvolles Format, um für uns intern mit Spiel und Flow an neuen Ideen und konkreten Projekten zu arbeiten. Daraus ist ganz viel entstanden wie beispielsweise unser Magazinprojekt Neue Narrative und das Weiterbildungsprogramm TheDive School.

Für die Dive Days – eine Art Fortsetzung der Worcation – war der Plan ein ähnlicher. Aber es ist dann alles anders gekommen als wir gedacht haben. Interne Spannungen und Wachstumsschmerzen waren deutlich spürbar und wollten verhandelt werden. Aber das war lange nicht alles, was die vier Teamtage ausgemacht hat.

Was Stagedivern mit Teppichfransen zu tun haben

Nachdem wir im ersten Jahr in den Kreuzberger Engelbecken Höfen unsere ersten Tauchgänge gemacht haben, hat TheDive nun Anfang 2017 die eigenen vier Wände bezogen. Ein großzügiges, helles Industrieloft in einem Weddinger Klinkerbau ist uns wie in den Schoß gefallen.

Aus dem leer geräumten, kahlen Raum ist in den vergangenen Monaten eine Oase für Neues Arbeiten gewachsen. Natürlich haben wir auch beim Ausbau der Base1 unser Prinzip der Co-Kreation angewendet und in Visions-Workshops zusammen gesponnen, diskutiert und verworfen und dann Schritt für Schritt umgesetzt, angepasst und verändert.
Hier seht ihr wie die Base1 jetzt aussieht und was wir Diver und Co-Diver davon halten:

Feenstaub und ein Buddy für jeden

Am ersten Tag der Dive Days haben wir alle Möbel aus dem Workshopspace geräumt, um uns im gesamten Raum zueinander aufzustellen. Mit der Frage, wo wir uns jetzt im Bezug zu den anderen sehen und wo wir uns in Zukunft sehen. Unter den Qualitäten, die wir danach vergemeinschaftet haben, waren Respekt, Verbundenheit, das klare Gefühl einer Reise, auch Feenstaub stand auf einem Post-It. Gerade die Aufstellung für die Zukunft von TheDive hat in der Mitte einen Raum offen gelassen, der sehr positiv beschrieben wurde. Gleichzeitig war spürbar, dass es vielen schwer fiel hier einen Platz zu finden, sich diesem Platz sicher zu sein. Die Zukunft bietet also viel Potential und auch Spannung, die als kraftvolle Energie beschrieben wurde.

Nach einem gemeinsamen Mittagsessen, haben wir im Rollenspiel neue Prozesse geprobt, die für die stetig wachsende Organisation ein wichtiges, stabilisierendes Gerüst bieten. So albern ein solches Spiel vielleicht von außen aussehen mag; es erleichtert es ungemein trockene, nüchterne Arbeitsabläufe im lockeren Miteinander sichtbar zu machen und auszutesten. Auf den großen, beweglichen Whiteboards konnten wir die gesamte Infrastruktur unserer Organisation visualisieren, sehen wie alles mit allem zusammenhängt und wer sich wo bewegt.

Bei einem Start-up ist das gar nicht so selbstverständlich wie es für viele andere Organisationen vielleicht ist. Viele von uns arbeiten vor allem mit und dann auch oft direkt beim Kunden. Kommunikation findet häufig über digitale Kanälen statt. Umso wichtiger ist das neu eingeführte Buddy System, in dem jede*r von uns im Tandem mit einem Kollegen, einer Kollegin für einige Monate in einen gezielten Austausch geht, der den „Flurfunk“ reduziert und Spannungen an die Oberfläche steigen lässt. Jede*r kann selbst entscheiden, ob bestimmte Formate wie ein empathischer Spaziergang, unser selbstentwickeltes Mindful(l) Barometer hilfreich sind oder ein Gespräch am Mittag schon bereichert.

Vollkontakt mit TheDive

Am zweiten Tag der Dive Days konnten wir uns selbst an die Nase fassen. Obwohl wir sehr gut wissen, was ein gelungenes Meeting ausmacht, ist während der Dive Days ein großes Meeting völlig baden gegangen. Statt nur aus meiner singulären Beobachtung heraus zu beschreiben, habe ich möglichst viele gefragt, wie sie die Spannungen wahrgenommen haben. Die Qualität von TheDive ist es, Spannungen dieser Art im Kontakt bewußt zu machen und zu klären. Das haben wir dann auch gemacht.

Wir können auch anders

Gerade im Kontrast zu diesen spannungsreichen Momente, wirken die Zeiten umso stärker, in denen wir gemeinsam beim Essen gewitzelt haben, morgens vor Beginn der Arbeitssessions Tai Ji oder Yoga gemacht haben und abends vor dem Schlafengehen gemeinsam Zähne geputzt und meditiert haben. War die Natur bei der letzten Worcation unmittelbar erreichbar, haben wir uns bei den Dive Days endlich auf unsere sonnige Dachterasse getraut und die umstehenden Bäume im Hinterhof als Kollegen integriert. Jetzt sind wir angekommen in der Base1 und auch im nächsten Level dieser rasant wachsenden Organisation.