Change im Konzern

Vor einiger Zeit fand in der Base1 im Berliner Wedding das New Work Meetup im Rahmen der TheDive Community Hive statt. Eingeladen waren Andreas Hertel (Hypoport AG), Marco Gutschmidt (IAV GmbH), Samuel Friedl (Daimler Group Services GmbH), Sebastian Keillich (Lufthansa AG) und Jörn Apel von TheDive. Das Ziel des Abends war ein Erfahrungsaustausch zum Thema: Wie können Changeprozesse in großen Unternehmen so organisiert werden, dass sie nachhaltig wirken und neue Workflows, Methoden und Strukturen sich auch durchsetzen.

Dass wir so, wie jetzt gewirtschaftet wird, nicht weitermachen können, ist den meisten Unternehmern klar. Die Motivation bzw. Initialzündung zu einem wirklichen, konkreten Change-Prozess ist dann von Konzern zu Konzern sehr unterschiedlich. Samuel Friedl erzählte beispielsweise, dass es Daimler darum gehe, attraktiver zu werden, um weiter Talente anzuziehen. Ähnlich geht es auch IAV. Vor allem der weltweite Vorstoß von Tesla wurde von Marco Gutschmidt als ein Anlass dafür genannt, dass Unternehmen konkret an Transformation arbeiten.

Die ersten Schritte im Prozess sind meist greifbare Veränderungen, wie eine andere Sitz- und Schreibtischumgebung, offene Büroräume oder agile Methoden, die trainiert werden. Grundlegender ist aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Veränderungsprozessen, betonte Jörn Apel und die Panelisten stimmten zu, dass die Unternehmenskultur, die sich in den Werten und im Menschenbild eines Unternehmens spiegelt, den Orientierungsrahmen für das Changemanagement bildet. An ihm haben sich die arbeitsorganisatorischen Transformationsmethoden auszurichten.


Zu Beginn konnten alle Besucher*innen Fragen und Anregungen in Kleingruppen sammeln und hatten zwischendurch die Chance, direkt die einzelnen Panelisten anzusprechen. Diese wiederum waren sehr offen darin, Herausforderungen zu benennen, über gescheiterte Versuche zu sprechen und darüber, wie mühsam Changeprozesse ablaufen können, gerade wenn ein Unternehmen Konzerngröße hat. Dass nur Männer auf dem Panel saßen, war zuvor schon auf der Meetup-Seite bemängelt und erklärt worden. Aus terminlichen Gründen waren keine Frauen auf dem Panel vertreten. Wie wichtig Diversität den Organisator*innen des New Work Meetup ist, werden sie im nächsten Meetup zeigen, das sich dem Thema explizit widmet.