„Ein spielerischer Tanz des Lebens“ – Unser Kollege Vincent über seinen Start bei TheDive

Unsere TheDive Community wächst und wächst – in unserer neuen Blog-Kategorie „TheDive People“ möchten wir Euch die Menschen hinter TheDive vorstellen. Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, um uns selbst den Spiegel vorzuhalten und zu reflektieren: Wie wird die Idee von TheDive von uns selbst verstanden? Welche Erfahrungen machen wir mit unserer neuen Art zu Arbeiten? Wo geht die Energie gerade hin?

Einen glitzernderen Start in dieser Kategorie hätten wir uns nicht vorstellen können: Unser Kollege Vincent Lauenstein gibt uns kosmische Liebe und ein ‚free hugs‘ Dauer-Abonnement. Wunderbar. Danke, lieber Vincent!

#wirfangeneinfachmalan #leuchtendeindividuen #mmmhjaaa

 

Wie bist du zu TheDive gekommen? Wie bist Du Teil von TheDive geworden? Erzähl mal!

Wie bin ich zu TheDive gekommen? Keine einfache Frage, wenn man ihr wirklich auf den Grund gehen möchte und nicht nur eine Reihe von externen Geschehnissen beschreiben möchte. Ich würde sagen mein Bauchgefühl, meine Intuition hat mich zu TheDive geführt. Meiner Begeisterung folgen und dadurch im richtigen Moment ein schicksalhaftes „Mmmmh, jaaa!“ im Bauch wahrzunehmen. Wenn man dann noch Menschen trifft, die eine ähnlich Resonanz spüren und diese wahrzunehmen wissen, geht alles meistens recht schnell und man merkt erst im Nachhinein, dass es noch viel mehr Anknüpfungspunkte gibt als im ersten Moment bewusst vom Verstand erfassbar. So begegnete ich Jörn von TheDive zum ersten Mal im Februar 2016 und fünf Monate später habe ich bei TheDive angefangen.  

 

Du hast ja schon unterschiedliche Arbeitgeber oder Arbeitsumgebungen kennengelernt. Wie war das bei TheDive anzukommen? 

Ich habe schon seit Ende meiner Uni-Zeit viel Wert auf Selbstbestimmung in meinem Arbeitsleben gelegt und mir immer Räume gesucht, die dies bieten konnten. Egal ob dies als Projektentwickler in einem Inkubator für soziale Startups in Rotterdam, als internationaler Executive-Headhunter von Amsterdam aus, oder beim Aufbau des Sozialunternehmens Proboneo in Berlin war. Was neu für mich war, als ich bei TheDive angefangen habe, war die unglaubliche Strahlkraft der Menschen, die hier miteinander gestalten und „in die Welt bringen“, um das für diese Atmosphäre zu negativ besetzte Wort „arbeiten“ zu vermeiden. Dies heißt nicht, dass nicht mit voller Kraft und Begeisterung Projekte weggerockt werden, doch es drückt einen Flow und eine Bewusstheit aus, mit der sich die einzelnen Teammitglieder genau dem widmen, wo es sie hinzieht. Wo es eine Resonanz gibt, die eigene Lebensenergie reinzustecken.

 

Auf unserer Website schreiben wir ja „TheDive ist ein Unternehmen. TheDive ist eine Idee.“ Was macht für Dich persönlich denn die Idee von TheDive aus? Wie würdest Du sie beschreiben?

Für mich ist TheDive wie eine leuchtende Gaswolke im Universum. Ein Nebel von diversester Zusammensetzung, der von einer gemeinsamen gravitionsgleichen Vision zusammengebracht wurde und durch das Zusammenspiel dieser beiden Elemente zur Geburtsstätte neuer Projekte im Universum, der Gesellschaft, wird. Die Wolke hat die Fähigkeit an unterschiedlichen Stellen voneinander unabhängige Prototypen verschiedenster Art zu gebären, die aber der gleichen Vision dienen. Der Vision, etwas Neues in die Welt zu bringen. Neues heißt hier nicht, alles Bestehende kopfschüttelnd über Bord zu werfen und ein neues fertiges System an seine Stelle zu setzen, sondern zu fühlen und auszuprobieren, wo und wie gerade eine Veränderung stattfinden möchte. Wandel kann als Anpassung bestehender Praxis geschehen, als Geburt einer neuen Perspektive, als Sterben von alten Überzeugungen und Handlungsmustern oder als Kombination dieser und weiterer Möglichkeiten geschehen.

Letztlich geht es darum Räume zu schaffen, in denen jeder Mensch sein Wesen und seine Talente entdecken und ihnen folgen darf. Ganz egal ob es sich dabei um Organisationen und unsere Kunden, die Gesellschaft oder ein Teammitglied bei TheDive handelt. Wenn wir es schaffen, solche Räume zu öffnen, bewegen wir uns in Richtung eines Zusammenlebens, in dem wir uns selbst mit mehr Respekt und Liebe wahrnehmen und behandeln und dadurch auch anderen so begegnen können. Wir können uns selbst im Gegenüber erkennen. Und mit Gegenüber sind hier keineswegs nur Menschen gemeint, sondern auch andere Lebewesen. Um abschließend noch einmal zur Gaswolke zurück zu kommen: Jedes Molekül in der Gaswolke und im Universum darf seiner Schwingung folgen, so dass wir uns letztlich miteinander im wunderbarsten spielerischen Tanz des Lebens wiederfinden.

Foto: TheDive.com


Was sind denn ganz konkret deine Aufgaben und Projekte bei TheDive? Wie dürfen wir uns einen Arbeitstag von Dir vorstellen?

Da gibt es eine ganze Reihe von Projekten (Kreisen) in denen ich involviert bin. Beim Kunden bin ich momentan stark in der Ausbildung von Design Thinking Coaches aktiv, um Unternehmen dabei zu unterstützen mit dieser Herangehensweise innovativer zu werden, egal ob es um Projektabwicklung, neue Produkte oder Business Model Generation geht. Dies ist oft auch mit Themen der Organisationskultur verknüpft, ein sehr spannendes weiteres Feld unserer Arbeit. Den anderen Teil meiner Zeit stecke ich in interne Dive-Projekte. Diese reichen von der Mitentwicklung unseres People-Planet-Profit-Kompasses über Recruiting und Personalthemen bis hin zur Organisation der CoDiving-Tage für Menschen, die unsere Arbeit spannend finden und uns besser kennen lernen möchten. Die Orte an denen dies passiert sind meistens einer von dreien:

a) Die Launchlabs, in denen, bis zum Umzug in unsere neue Base1 im Wedding, wir uns momentan als Team jeden Montag treffen oder für einzelne Projekttreffen zusammen kommen

b) Die Base7 in Esslingen bei Stuttgart, unser Kreativ-Space in dem wir viele Design Thinking Trainings geben oder

c) mein Zuhause vor den Toren Berlins wo ich mich zwischen Wald und See regelmäßig jenen Aufgaben und Themen widme, für die gerade keine direkte persönliche Abstimmung nötig ist und wo ich konzentriert Dinge wegrocken kann, die sonst immer liegen bleiben.

Oh, und bevor ich es vergesse: eine weitere wichtige Funktion meines Wesen bei TheDive ist es, dort wo gerade nötig eine Umarmung und Geborgenheit anzubieten, um die Energie-Level im Ausgleich zu halten und nicht zu vergessen bei der doch oft noch sehr kopflastigen Arbeit auch wieder mal in den Körper zu gehen.

 

Wir verstehen uns ja auch als „gemeinsames Lernsystem“. Welche neuen Perspektiven hast du aus der bisherigen Arbeit mit TheDive für Dich mitgenommen? 

Es ist ganz wunderbar, wie ich viele Teile des Zusammenarbeitens bei TheDive nicht als ganz neuen Perspektiven begegnet bin, aber voller Freude bestimmte Gewohnheiten, Rituale und Umgangsformen die ich aus anderen Kontexten kannte, in einem Unternehmen umgesetzt zu sehen. Dazu gehören zum Beispiel die regelmäßigen Momente der Stille am Beginn von Meetings oder die Check-in-Runden in denen jeder teilen darf wie es ihm gerade geht, egal ob persönlich oder projektbezogen. Außerdem empfinde ich unser Kreis-System als inspirierendes Experimentierfeld, in dem der Tanz und die Spannung zwischen Selbstorganisation und Transparenz sowie auch zwischen Fokus und Aufnahme neuer Ideen immer wieder eine interessante Lernerfahrung sind. Auch die Arbeit mit Spiral Dynamics und seinen verschiedenen Bewusstseins-Farben ist eine hilfreiche Möglichkeit, die gleiche Herausforderung, ein Meeting oder eine Projektphase auf ganz verschiedene Arten anzugehen und sich zwischen Perspektiven und Energien zu bewegen.

 

Auf welche Projekte oder Aufgaben freust du Dich besonders in diesem Jahr? Was möchtest du vorantreiben?

Da gibt es eine ganze Palette an Projekten, die dieses Jahr von TheDive in die Welt gebracht werden möchten und auf die ich mich sehr freue. Sehr zentral ist dabei auf jeden Fall der Aufbau und das Einleben in unserem neuen Zuhause, der Base1 im Wedding. Als erster richtiger TheDive-Raum in Berlin gilt es diesen Raum im ersten Schritt einzurichten und dann mit Leben zu füllen. Gemeinsames Handwerken und Möbelbauen ist dabei genauso wichtig wie das Entstehen eigener Rituale und Gewohnheiten, welche uns als TheDive mit diesem neuen Ort verbinden.

Was ich persönlich vorantreiben möchte sind mehr Gelegenheiten für Begegnung von uns innerhalb von TheDive. Durch die weit über die gesamte Gaswolke verteilte und oft durch Selbstorganisation unabhängig aufgestellte Arbeitsweise fällt es nicht immer leicht physisch zusammen zu kommen. Um gut im Außen arbeiten zu können und Neues in die Welt zu bringen, ist ein Gleichgewicht im Innen unabdingbar. Das Thema ist auch für unsere weitere Entwicklung als Unternehmen wichtig, damit aus der Stärke selbstorganisiert an vielen Projekten gleichzeitig arbeiten zu können keine Zerfaserung und ein Gefühl der Isolation und Undurchsichtigkeit entsteht. Diesem Wunsch nach mehr Verbindung zwischen den vielen leuchtenden Individuen im TheDive-Netzwerk nachzukommen ist eine bleibende Herausforderung, an der zu arbeiten mir wichtig ist.