Nicht ohne meinen TheDive-Buddy

Beim Tauchen geht gar nichts ohne Buddy. In Zweier-Konstellationen sichern sich die Buddies gegenseitig ab, haben sich im Blick, unterstützen und beraten sich. Vor, während und nach dem Tauchgang halten sie zusammen.

Mit Tauchgängen kennen wir uns bei TheDive aus und in diesem Sinne war es nur eine Frage der Zeit, bis wir unser eigenes Buddy-System aufsetzen würden. Getaucht wird bei uns zwar nicht im Wasser, dafür aber in die Tiefen organisationeller Transformation, persönlicher Entwicklung und die Strukturen und Prozesse unseres Netzwerks.

Nicht zuletzt weil Reflexion und Selbstverortung ein wichtiger Grundstein selbstorganisierten Arbeitens darstellen, begleiten uns Fragen wie:

  • In welchem Rahmen können wir ehrliches Feedback erhalten?
  • Wo können wir uns fokussiert austauschen?
  • Wohin mit Spannungen und Gedanken, wenn es einmal knirscht?

Zudem ist es wichtig, Vernetzung und Kommunikationswege sicher zu stellen. Eine Möglichkeit, innerhalb einer Organisation einen geschützten Rahmen für Austausch, Reflexion und Entwicklung zu schaffen, bieten eben jene Buddy-Systeme. Diese Idee, nach der sich zwei Menschen im regelmäßigen Austausch stärken, findet in vielen Kontexten Anwendung – in großen und kleinen Unternehmen, in Schulen oder Vereinen, in Netzwerken mit unterschiedlicher Ausrichtung.

Buddy-System bei TheDive

Für unseren ersten Durchgang wurden die Paarungen ausgelost, unabhängig von ihrer Rolle im Netzwerk. Beraterinnen, Office-Manager, Freelancer – alle erhielten nach dem Zufallsprinzip einen Buddy. Zur Inspiration für die Treffen wurden von den Initiatoren Formate vorgestellt: Walk in your shoes, ein empathischer Spaziergang, das Komfortzonenmodell oder das integrale Kompetenzmodell sind Angebote, strukturierter mit Themen und Anliegen zu arbeiten. Verpflichtend ist dieses Angebot allerdings nicht gemeint, denn die Buddy-Teams gestalten ihre Treffen selbstorganisiert, das gilt für die Inhalte genauso wie für Zeit und Ort. Um das Vertrauensverhältnis zu stärken und das System zu nutzen, sind regelmäßiger Austausch wichtig, die meisten treffen sich alle zwei bis fünf Wochen – so können Themen wieder aufgegriffen und Entwicklungsschritte über mehrere Treffen hinweg begleitet werden.

Für mich war es vitalisierend, hat Bock auf mehr solcher Gespräche gemacht – bester Start in den Tag.

Wir haben den Prototypen für unser Buddy-System im Mai gestartet und der Jahreszeit entsprechend zieht es die Buddies seitdem an die frische Luft. Fotos erzählen von Spaziergängen im Grünen, wohlschmeckenden Mahlzeiten und Abenteuern auf dem Bauernhof. Wenn das Regenwetter wie so oft in diesem Jahr keine Pause machen will, muss eben ein Schirm herhalten oder das Café um die Ecke. Wer keine Gelegenheit für ein Treffen findet, verabredet sich zum Gespräch via Skype oder Telefon.

Auf unserer internen, digitalen Kommunikationsplattform teilen die Buddies Erfahrungen und Erkenntnisse aus ihren Treffen: Wie ist es mir ergangen? Was hat für mich neue Perspektiven eröffnet? Was hat mein Buddy beigetragen? Was müsste sich am Format ändern, damit es noch effektiver zur Vernetzung beiträgt?

Wir hatten einen netten Plausch in der Sonne über die kleineren und größeren Sorgen des Lebens … nächstes Mal wollen wir meditieren. Schee wars, Buddy!

Vernetzen und Vertiefen

Nach den ersten Treffen zeigt sich: Ein Mehrwert besteht im Kennenlernen. Gerade in einem Netzwerk wie TheDive, in dem nicht jede und jeder gleich präsent ist und von unterschiedlichen Standorten aus gearbeitet wird, unterstützt das Buddy-System die Vernetzung. In den Buddy-Teams entsteht Vertrauen und es werden Informationen getauscht – über Erfahrungen bei TheDive oder fachliche Themen genauso wie über die eigene Biografie und Persönliches.

Mann, das war toll, danke für die Paarung, das war so spannend!! Bin immer noch aufgekratzt von der Energie des Gesprächs und freu mich, das weiterzutragen!

Entwicklungswünsche werden im fokussierten Austausch geschärft und nächste Schritte identifiziert. Der Buddy unterstützt, bietet auf Wunsch seine Ideen und Gedanken an, gibt Feedback und ist verlässlicher Ansprechpartner innerhalb des Netzwerks. 

Um das Vernetzen und Vertiefen in die Breite zu tragen, werden nach vier Monaten neue Buddies ausgelost – die nächsten Tauchgänge sind also gesichert.

 

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