Work. Play. Be.

 

Ein Freund von mir hat mal gesagt, dass er dem Konzept von „Urlaub“ misstraut. Er findet es eine verschobene Sicht auf das Leben, dass wir uns nur für wenige Wochen im Jahr an schöne Orte begeben. Dort dann endlich all das machen, woran wir Spaß haben. Wir selbst sein können und uns erholen.

Was ist mit dem Rest des Jahres? Oder, wenn das Wochenende die Sehnsuchtszeit ist: Was ist mit dem Rest der Woche?

So selten gönnen wir uns den Blick auf das Meer. Oder die Berge. Oder die nächste Kuhwiese. Auch die kann total Spaß machen und gut tun. Einfach so. Weil du mit Freunden unterwegs bist und ihr Pläne schmiedet, wie eine zukünftige Welt aussehen könnte. Eine Welt, in der Menschen gar nicht mehr denken, Arbeit gehöre in graue Büroräume. Eine Welt, in der Pausen genauso dazu gehören wie Spiel und Flow. In der die vielen Ideen, die uns im Kopf rumspuken, auch in die Tat umgesetzt werden. Es ist doch viel zu schade, sich immer nur am Ende der Woche oder für wenige Wochen im Jahr schon morgens auf den Tag zu freuen und ihn Abends nicht enden lassen zu wollen.

Was wäre, wenn Arbeit und Urlaub gar nicht mehr so weit voneinander entfernt wären und wir jetzt, heute, jeden Tag dafür sorgen, dass Arbeit Spaß macht? Geht nicht? Eine einfache Übung dafür ist die Worcation.

Man nehme eine Truppe Gleichgesinnter, ein paar freie Tage, ein bisschen Feuerholz, ganz viel zu Essen, Musik und genauso viele Ideen, die man zusammen umsetzen möchte.

Los geht‘s!

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Damit wir gemeinsam durch die Tage stapfen, haben wir uns einen Plan gemacht und uns dann nicht dran gehalten. Am ersten Tag haben wir statt selbst zu kochen im Restaurant gegessen. Am zweiten Tag war die Balance zwischen Arbeitsfeuer und Pausenspaß schon ausgewogener aber ein bisschen mehr Me-Time wäre vielleicht nicht schlecht gewesen? Oder noch eine längere Runde in der Natur als die gerade gedrehte? Oder noch mehr Musik aufdrehen und lostanzen? Oder noch mehr Zeit, zu quatschen und sich auszutauschen? Oder?

Wie schreibt ihr eure Workation?

Einig waren wir uns, dass der Ort entscheidend ist. Für die erste TheDive-Worcation hat Initiatorin und Orga-Chefin Lena uns glücklicherweise in die Märkischen Höfe dirigiert. Im idyllischen Brandenburg liegt das winzige Örtchen Netzeband und dort ein ehemaliger Bauernhof, der zu einem großzügigen Hotel und Tagungsort umgebaut wurde. Wir hatten ein ganzes Haus mit massig Zimmern, Gemeinschaftsküche und einem angrenzenden Garten mit Feuerschale ganz für uns. Egal aus welchem Fenster wir geschaut haben, überall konnten wir das herbstlich bunte Blättermeer sehen.

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Fuchsgang und Eulenblick

Wer frische Luft schnappen wollte, musste keine drei Minuten gehen, konnte dabei Pferde, Hühner und Kühe beobachten oder in einem der schönen Baumhäuser im Garten Rückzug finden. Das Dorf Netzeband ist so klein, dass die Felder und Wälder nur einen Katzensprung entfernt sind. Auf unserem ersten Spaziergang hat uns dann auch direkt ein kleines Kätzchen begleitet als würde es immer mit uns unterwegs sein.

Für den Waldausflug hat sich unser ganz persönlicher Wildnisbeauftragter Vincent ein paar Fingerübungen ausgedacht. Statt wie sonst mit festem Schritt voranzugehen, sollten wir am nächsten Waldrand so vorsichtig wie ein Fuchs mit Zehenspitzen zuerst durch das Gras schleichen. Dabei einmal die Ohren zuhalten und dann den Blick wie eine Eule so zu den Rändern öffnen, dass das ganze Blickfeld im Fokus ist.

Ein lustiger Anblick und eine gute Übung, um die eigene Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was bei angeregten Gesprächen an uns vorbeirauschen würde.

 

Der suchende Gang und der offene Blick waren die Grundhaltung für die intensiven Worksessions. Wir haben mit Post-it’s um uns geworfen, die Stifte geschwungen und die Köpfe zum Rauchen gebracht. Wie können wir dafür sorgen, dass noch mehr Menschen so gerne arbeiten wie wir auf dieser Worcation? Wie passt Coaching zu TheDive? Wie achten wir selbst auf die richtige Balance für ein gutes Leben?

Wohin wollen wir tauchen?

Von Prototypen und Lovebots

Die richtige Prise TheDive

Während vieles, was auf der Worcation aufgetaucht ist, in Zukunft in die Angebote von TheDive einfließen wird, gibt es Ideen wie den Love- bzw. Buddha-Bot, der ohne großen Zukunftsplan mitschwingt – als Ausdruck einer gewissen Prise TheDive Spirit. Vielleicht läßt sich dieser Spirit auch mit Poesie übersetzen.

Jedenfalls spielt die Poesie eine wichtige Rolle, auch wenn sie für jeden etwas ganz anderes sein kann:

Von Katzen und großen Denkern

Für die nächsten Worcations werden wir mehr Zeit einplanen. Für mehr leise Töne. Für mehr Fuchsgang und Eulenblick. Für mehr Tiefgang. Für mehr durchtanzte Nächte…

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