Im Verantwortungseigentum werden zwei Ebenen des Eigentums voneinander getrennt, die in anderen Eigentumsformen üblicherweise als “Rechtebündel” zusammengefasst werden: Stimmrechte und ökonomische Bezugsrechte.
Auf Stimmrechtsebene gilt das Selbstbestimmungsprinzip: mehr als 50% der Stimmrechte müssen immer bei Menschen liegen, die operativ mit dem Unternehmen verbunden sind. Damit wird gewährleistet, dass diejenigen Menschen über das Schicksal des Unternehmens bestimmen, die auch wirklich operativ mit dem Unternehmen verbunden sind und am besten wissen, was es gerade braucht.
Auf der ökonomischen Ebene gilt das Prinzip der Vermögensbindung: Gewinne sind stets Mittel zum Zweck. Damit wird gewährleistet, dass die erwirtschafteten Überschüsse dem Zweck des Unternehmens zugutekommen und dass das Unternehmen nicht Gefahr läuft, von anonymen Gesellschaftern mit reinen Finanzinteressen wirtschaftlich ausgehöhlt zu werden.
Da es noch (!) keine eigenständige Rechtsform zur Verankerung dieser beiden Prinzipien gibt, müssen andere Instrumente genutzt werden. Wir haben - wie viele andere kleinere oder mittelgroße Unternehmen - das sogenannte Sammelstiftungsmodell oder auch Veto-Share-Modell gewählt. Das bedeutet:
Mehr zum Veto-Share-Modell, der Purpose Stiftung, ihren Ideen und Aktivitäten findest du hier.
Der Begriff des “Stewards”, der sich im Deutschen am ehesten mit Treuhänder:in übersetzen lässt, bringt es für uns auf den Punkt. Letztlich sind wir alle nur Stewards unseres Lebens. Wir dürfen einige Jahrzehnte des Lebensprozesses mitgestalten, dann werden wir irgendwann wieder von dieser Erde abtreten müssen. Mit dieser Perspektive blicken wir auch auf unser Unternehmen. Die Rolle des:der Verantwortungseigentümer:in ist eine Rolle, die – für eine gewisse Zeit – einen treuhänderischen Dienst an der Organisation erbringt.
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